Lee Miller (*1907 US), Fire Masks, Downshire Hill, London, England 1941 © Lee Miller Archives England 2021. All rights reserved. www.leemiller.co.uk

Lee Miller (*1907 US), Justice amid the ruins, Frankfurt, Germany, 1945 © Lee Miller Archives England 2021. All rights reserved. www.leemiller.co.uk

Lee Miller (*1907 US), Pablo Picasso and Lee Miller in his studio, Liberation of Paris, Rue des Grands-Augustins, Paris, France, 1944 © Lee Miller Archives England 2021. All rights reserved. www.leemiller.co.uk

Lee Miller. Hautnah. Fotografien 1940 bis 1946 
Bis 3. Oktober 2021 

Elizabeth „Lee“ Miller (*1907 US–†1977 GB) zählt zu den vielschichtigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die als Modell, Fotografin und Surrealistin bekannt gewordene Amerikanerin lieferte eindrückliche Bilddokumente der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs, als sie die US-Truppen nach Deutschland begleitete. Schwerpunkt der Schau bilden ihre einzigartigen Kriegsfotos von 1944 bis 1945.

Als Kriegskorrespondentin für die „Vogue” stieß Lee Miller in einen Bereich der Fotografie vor, der bislang von männlichen Kollegen dominiert war. Mit ihren Reportagetexten und der Wahl ihrer Fotomotive wollte Miller aufrütteln und Haltung beziehen. Als erste weibliche Reporterin gelangte sie 1944 nach Paris und fotografierte ihre Künstlerfreunde nach der Befreiung. Ihr außergewöhnliches Werk wäre vergessen, wenn nicht ihr Sohn es nach ihrem Tod gefunden hätte. Die in Hessen entstandenen Aufnahmen werden teilweise zum ersten Mal gezeigt.

Frankfurt am Main erreichte Lee Miller Ende März 1945, wenige Tage, nachdem die amerikanischen Truppen in die zerstörte Metropole einmarschiert waren. Ihr Foto der Frankfurter Gerechtigkeitsstatue auf dem Trümmerfeld am Römer erschien kurz darauf im Juni 1945 zu Beginn des „Vogue"-Artikels „Nazi Harvest". Auf das unfassbare Leid in den Konzentrationslagern sollte Lee Miller noch stoßen. Direkt nach ihrer Dokumentation der Befreiung des KZ Dachau entstand in München die Foto-Ikone „Lee Miller in Hitlers Badewanne" am 30. April, Hitlers Todestag.

Die Surrealistin mit subjektiv-künstlerischem Blick bleibt in ihrem fotografischen Werk während des Krieges erkennbar, auch wenn Lee Miller sich dem dokumentarischen Journalismus verschrieben hatte. Ob dokumentarisch oder komponiert, es war vor allem ihre Absicht, Emotionen zu erzeugen. Heute, über 75 Jahre nach Kriegsende, sind ihre Kriegsfotografien weiter von großer Bedeutung: Erinnern sie vorrangig an die Brutalität des Zweiten Weltkriegs, belegen sie auch das Engagement von Lee Miller, vor zukünftigen Kriegen zu warnen.

Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim
Ludwig-Dörfler-Allee 9, 65428 Rüsselsheim am Main

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Eintritt
8 Euro / 6 Euro (ermäßigt)

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Öffnungszeiten
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